[FFM] Mehrere Tausend Menschen auf Solidaritätsdemonstration für Kobane

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Am Samstag den 04.Oktober demonstrierten in Frankfurt ebenso wie in vielen anderen Städten mehrere Tausend Menschen für Solidarität mit Kobane.
Wir unterstützten den Aufruf der YXK Frankfurt (Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.) und reisten gemeinsam mit einigen kurdischen Genossen*innen aus Mannheim und Ludwigshafen an. Die Demo verlief durch die Frankfurter Innenstadt vom Hauptbahnhof vorbei an der EZB zum Römer. Der lange Demonstrationszug war durchweg mit Fahnen, Schildern und Transparenten ausgestattet. Im gesamten Verlauf wurden Parolen gegen den IS Terror gerufen.
Wir beteiligten uns an einem „Jugendblock“ mit diversen Transparenten.
Das Verhalten der deutschen Regierung erscheint gegenwärtig mehr als verlogen. Während in Kobane ein erbitterter Abwehrkampf der YPG Einheiten mit unzureichenden Mitteln stattfindet, liefert Deutschland ausschließlich die dringend benötigten Panzerbrechenden Waffen in den Nordirak. Offensichtlich will man nicht den politischen Kurs der Türkei durchkreuzen. Die türkische Regierung zeigt erwartungsgemäß kein Interesse den IS Banden Einhalt zu gebieten. Ganz im Gegenteil, sind diese doch nützliche Erfüllungsgehilfen um dem kurdischen Aufbauprozess einer neuen Gesellschaftsordnung ein Ende zu bereiten. Wäre dies nicht schon schlimm genug, ist die Nachricht das die deutsche Regierung erneut Waffen an Saudi-Arabien liefert an Zynismus kaum noch zu überbieten. Kamen doch ausgerechnet von dort die maßgeblichen Impulse sowie notwendige Materielle Unterstützung für die IS Schlächter.

Deshalb fordern wir erneut ein Ende der deutschen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und Türkei!
Die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung in der BRD muss beendet werden!
WEG MIT DEM PKK VERBOT!

Achtet auf weitere Ankündigungen und Solidaritätsaktionen!

BILDER und AUFRUF:
Seit dem 15.09.14 greift der sogenannte Islamische Staat die demokratische Selbstverwaltung in Kobanê mit größter Grausamkeit und mit großen militärischen Mitteln an. Unterstützt werden die Islamisten bei ihren Angriffen seither von der türkischen Regierung. Bei einer Live-Übertragung des Senders IMC wurde beispielsweise vor zwei Tagen ungeplant mitgefilmt,
wie eine Gruppe IS‘ler von türkischen Soldaten über die Grenze gebracht werden. Die Einmischung der Türkei in diesen Krieg, hat nichts anderes zum
Ziel als die Besatzung Kurdistans voranzubringen und die demokratische Selbstverwaltung der Bevölkerung zu zerstören.

Um gegen ein drohendes Massaker an der Bevölkerung Rojavas zu demonstrieren finden auf Aufruf von NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) am Wochenende bundesweit erneut Demonstrationen
und Kundgebungen statt.

In Frankfurt wird am Samstag, (04.10.) um 15Uhr protestiert. Die Demonstration beginnt am Kaisersack (Hauptbahnhof-Kaiserstraße). Wir rufen euch alle auf, euch mit dem Widerstand von Rojava zu solidarisieren und an der Demonstration teilzunehmen.

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Aufruf von
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. Frankfurt Tausend Menschen für Solidarität mit Kobane.

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